soziale Grundsicherung
Dieser Konzeptansatz beinhaltet erste Schritte hin zu einem gesamtheitlichen solidarisch wirtschaftenden System. Es bezieht daher (noch) das derzeit bestehende Wirtschaftssystem ein. Grundvoraussetzung ist die Verankerung in der Wirtschaft mit Unternehmen (einzel, kollektiv, genossenschaftlich), welche einen Überschuss erwirtschaften, aus welchem Rücklagen gebildet werden.
Grundlage ist einerseits der Gedanke, dass diese (Renten)Rücklagen in (neue) solidarisch wirtschaftende Projekte, welche ebenso einen Überschuss produzieren, investiert werden und andererseits es eine individuelle persönliche Beteiligung an einem gemeinsamen Netzwerk gibt. In diesem Gedanken ist also enthalten, dass Menschen produktiv an Prozessen beteiligt sind und dabei mehr produzieren, als sie zum Überleben benötigen.
In einem Netzwerk sozialer Grundsicherung wird dieser Überschuss getauscht, statt ihn zu verkaufen, um mit dem erhaltenen Geld etwas anderes zu erwerben. Ein Teil der Bedürfnisse kann somit befriedigt werden.
Des Weiteren können neue Projekte von bestehenden Projekten initiiert werden, um jene Bedürfnisse zu befriedigen, welche noch nicht über das Netzwerk abgedeckt sind.
So kann etwa ein Projekt A ein Projekt B finanziell und/oder materiell dabei unterstützen, ein Projekt C neu zu initiieren. Dieses Projekt C würde dann Projekt A mit seinen Produkten beliefern, um die erhaltene Unterstützung zurück zu zahlen.
Es wird als deutlich, dass dieses Konzept produktionsbezogen und materiell ausgerichtet ist, denn wir sind abhängig von Produktionsmitteln, um überleben zu können. Der Hintergedanke besteht darin, diese sich selber zu schaffen, wie wir sie haben wollen, statt sie revolutionär anzueignen.
Ebenso können Gelder aus Spenden und Förderungen in diese wirtschaftliche Projekte investiert werden und damit produktiv sein, allerdings nicht als Rendite sondern als Produkte, welche innerhalb eines solidarisch-ökonomischen Rahmens getauscht werden bzw. darüber hinaus verkauft werden können. Solidarisch heißt somit, dass nicht nur für sich selbst produziert wird, sondern auch für andere.
Rentenfond zur Altersvorsorge:
Geld, welches eingezahlt wird, finanziert Projekte nach oben benannten Prinzip. Zudem fließt Zeit und Arbeitskraft, welche von Menschen in die Projekte investiert werden in Form von produzierten Gütern in den Rentenfond. Davon können zum Teil Menschen im Rentenalter finanziert und versorgt werden. Demnach funktioniert es ähnlich wie der Staat, mit dem Unterschied, dass alle gleich behandelt werden.
Ein Teil des Geldes wird in Immobilien angelegt (Beispiel Stiftung Abendrot) . Darin ist zum einen eine faire Miete zu zahlen und zum anderen können fair wirtschaftende Betriebe als Mieter bevorzugt werden. Aus der Miete wird die Rente der Einzahler bezahlt. Neben der Miete der darin wirtschaftenden Betrieben fließt auch der Überschuss dieser solidar-ökonomischen, mit Gelder aus dem Rentenfond initiierten Betriebe wieder in den Rentenfond und finanziert die Rente gegen.
Haben Menschen kein Geld als Einzahlungsmittel, können sie Guthaben mit Arbeitsleistung aufbauen.
Die Einnahmen des Rentenfond (Mieten etc) versorgt eine Anzahl von Personen, die bedürftig sind und behält einen Teil der Einnahmen als Puffer, falls Einnahmen ausfallen und Personen trotzdem noch versorgt werden können. Wird der Puffer zu groß, können weitere Personen damit versorgt werden.
Grundsatzannahme: es gibt Leute, die Lust haben, wirtschaftlich tätig zu sein und damit auch Gewinn erzielen, den sie mit anderen teilen wollen. Sie wollen also einen Mehrwert schaffen, um für andere produktiv tätig zu sein. In der heutigen Gesellschaft wäre das unnormal, da der Mainstream davon ausgeht, nur für sich selbst zu wirtschaften und Profit zu machen.
Des weiteren sind ökologische und soziale Kriterien, innerhalb deren gewirtschaftet wird, zu finden Es soll nicht darum gehen, in erster Linie einen möglichst hohen Gewinn erzielen zu wollen, ohne externe und andere Effekte zu berücksichtigen.
Ein weiterer Teil des Überschuss kann zudem für politische, kulturelle, gesellschaftliche Projekte verwendet werden, um diese Arbeit abzusichern, da sie einen wichtigen Beitrag darstellt.
Praktisch und pragmatisch gehört zu den nächsten ersten Schritten auch, Menschen zu finden, die unternehmerisches Interesse haben, besagte Betriebe anzufangen und aufzubauen. Langfristig kann es so auf diese Weise möglich sein, immer weiter in der Wertschöpfungskette zurückzugehen und solidarisch wirtschaftende Formen auch im Transport und Vertrieb, in der Bereitstellung von Wasser, Energie, Rohstoffen einzuführen.
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