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So kann eine Beitragsökonomie organisiert werden

2. November 2010


Auch für diese Form der Ökonomie bedarf es einige Menschen, die sich zusammenschließen. Die Personen der Beitragsökonomiegruppe bieten Produkte und Dienstleistungen nicht nur für Mitglieder ihrer Gruppe, sondern für alle Menschen an. (zB. ökologische Bauberatung, Lederprodukte, Bautätigkeiten, Bachblütentherapie, Gemüse, Geigen reparieren, Ferienwohnung, Bier, Schmuck, Töpfer-, Stockkampf-, Gruppengründungskurse….) Das Angebot der Gruppe an „die Gesellschaft“ setzt sich also aus dem zusammen, was alle gemeinsam aus der Gruppe anbieten können. Unabhängig dessen, was und wieviel sie anbieten brauchen sie für ihren Lebensunterhalt Geld und Dienstleistungen. Allen Menschen, denen sie etwas anbieten, müssen sie klar machen, dass eine Gesellschaft – auch diese kleine – nur funktioniert, wenn auch sie zum Lebensunterhalt anderer etwas beitragen. Fehlt der Gruppe noch etwas für ihre Existenz, (z.B. ein Kopierer, eine Supervision, Geld, ein Auto, eine Fahrkarte, ein Föhn, eine Party, Ideen, ein Brauereikessel, ein Cello, eine Kreissäge….) teilt sie das auf ihrer Suchseite im Internet mit. Wenn die Gruppe genug Existenzmittel auf irgendeine Art zusammen bekommen kann, ist es auch egal, ob die Menschen außerhalb der Gruppe ihren Beitrag in die Gruppe oder in die Gesellschaft einbringen.

Auch hier sind noch einige Details zu klären: Gruppeninterne Recourcenverteilung, Entkopplung von der Erwerbsarbeit zur Schenkökonomie ohne Recourcenknappheit, Steuerrechtliches und Organisationsform, Gruppengröße….


2 Kommentare Eins hinterlassen →
  1. Thomas Permalink
    3. November 2010 09:05

    Lieber Gottfried,

    das verstehe ich nicht: geht es um Geschenke oder um Waren (= Güter die auf dem Markt getauscht oder verkauft werden? Sollte die Fragestellung nicht sein: Wie kommen wir von der Warengesellschaft zur “Schenkgesellschaft”? Ist dazu nicht eine Abgrenzung der Gruppe mit der Schenkpraxis nötig, um nicht ausgenutzt zu werden von Leuten die gar nichts beitragen wollen?

    Herzliche Grüße aus Freiburg,
    Thomas

    • dergottfried Permalink
      8. November 2010 22:12

      hallo thomas.
      schön von dir zu hören. und ich freue mich, dass du mitdenkst.
      ja, da habe ich einen fehler gemacht. das wort “ware” ist natürlich zu besetzt, viel besser passt produkte oder güter. (wobei ich mir persönlich unter gütern etwas größeres vorstelle, so was, was mensch in einen güterwagen packt ;-) ich werde es ändern.
      ob ich von der warengesellschaft zur “schenkgesellschaft” kommen möchte, weiß ich nicht. ein ziel, zu welcher gesellschaft wir mit unserem projekt gelangen wollen, haben wir nicht. sondern viele. ob eine geschenkgesellschaft die lösung sein kann? trotzdem: wir wollen experimentieren, forschen, ausprobieren, schon jetzt gesellschaften leben, die es noch nicht gibt. aber das weißt du ja wahrscheinlich auch.
      ich hoffe nicht, dass eine abgrenzung der schenkgruppe zur gesellschaft notwendig wird. das fände ich sehr schade. ich finde es ja gerade reizvoll, andere menschen, wenn sie denn wollen, in das experiment mit einzubeziehen. und sei es nur für den kurzen moment des “geschäfts”.
      wie hoch die mißbrauchsrate werden könnte, hab ich natürlich wenig ahnung. das würde ich gerne ausprobieren. und wenn für die gruppe genug zum leben rüber kommt, kanns dann vielleicht auch egal sein?
      so viel in kürze
      gerne denke ich mit dir und anderen am letzten novemberwochenende in könnern weiter.

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