Eine Idee zur Umsetzung einer Allmendenkooperative
Die Allmendenkooperative soll Menschen ermöglichen, ihr Geld (oder einen Teil davon) über einen (un)begrenzten Zeitraum abgesichert zurück legen, und es auf Dauer mit anderen zusammen nutzen zu können. VorteilsnehmerInnen können vorallem die NutzerInnen der Allmenden sein, die auch ihr Vermögen in die Kooperative einbringen. Aber auch die, die nur ihr Geld einlagern oder die, die es nur nutzen, können davon profitieren.
Die Organisation soll Menschen ansprechen,
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die zur Schaffung von Allmenden beitragen wollen
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die Geld zurücklegen müssen / wollen, z.B. für eine Altersvorsorge
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die das Zinssystem umgehen wollen, weil es reichere Menschen reicher, ärmere Menschen ärmer macht, und weil es in seiner Logik einer periodischen Instabilität unterliegt.
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die schon vorhandenes Geld ohne Zins- und Inflationsverluste nutzen und zur Verfügung stellen wollen
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die wissen, wie hoch das Risiko ist, daß ihr Geld bei einer massiven Geldsysteminstabilität verloren gehen kann
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die einen direkteren Einfluß darauf haben wollen, was mit ihrem Geld passiert
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die ihr Geld nicht profitorientiert anlegen wollen und verhindern wollen, daß es profitorientiert verwendet wird
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die sich in einer (zusätzlichen) gemeinschaftlichen Absicherung sicherer fühlen als in einer individuellen oder staatlichen Absicherung
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die wissen, daß mit zusammen genutzem Geld individuell mehr zu verwirklichen ist als für sich alleine
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die Anschluß zu einem sozialen Netzwerk suchen
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die dazu beitragen wollen, daß Teile des Wirtschaftens aus dem kapitalistischen System herausgelöst werden können
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die sich in Gruppen organisiert haben. Z.B. gemeinsame Ökonomien, welche sich dadurch den Projektwechsel und Ausstieg ihrer Mitglieder erleichtern und ihre Gelder nicht projektintern anlegen wollen.
Eine Idee zur Umsetzung:
Diese Menschen geben Geld in einen (zu gründenden) Fonds. Das eingegebene Geld wird in langfristige Güter, z.B. Wohngebäude umgesetzt. Diese können von anderen dadurch erheblich günstiger genutzt werden, weil das Abbezahlen und die Zinsbelastung entfällt. „Miet“reduzierungen um 50 % sind dabei ohne weiters möglich. Die Menschen, die dieses Geld zum Wohnen nutzen, können es sich dadurch eher leisten, selbst Geld für z.B. ihre Altersabsicherung zurückzulegen. Oder sie zahlen, wenn sie Geld in ein von ihnen bewohntes Objekt eingebracht haben, weiterhin eine übliche Miete und zahlen die entfallenen Zinsgewinne an sich selbst wieder aus. Wenn sie aber dieses Geld weiter in die Allmendenkooperative einbringen werden sie selbst wieder Nutznießer dieser Konstruktion.
Das eingebrachte Geld wird nicht verbraucht. Der Verbrauch und die Kosten des Erhalts der langfristigen Güter wird durch eine „Miete“ ausgeglichen. Diese ist erheblich niedriger als eine klassische Miete (weil Zins und Tilgung entfällt). Dadurch sind die Kosten auch leichter zu erwirtschaften.
Durch das Umsetzen der Gelder in langfristige Güter kann der Bestand des eingebrachten Vermögens leichter erhalten werden als durch das Einlagern bei einer Bank oder einer privaten Altersvorsorgeinstitution. Es ist geldsystemsunabhängig und inflationsfrei untergebracht.
Menschen, die das Geld, welches sie in die Allmendenkooperative eingebracht haben, irgendwann einmal wieder brauchen, bekommen Gebäudeanteilsscheine, die in Prozent des gesamten Fonds und nicht in einer Währung angegeben werden. Um zu gewährleisten, daß die Gebäude ihren Wert erhalten haben, muß der momentane Veräußerungswert in zu wählenden Zeitabständen regelmäßig festgestellt werden.
Damit Menschen relativ kurzfristig bei Bedarf ihr Geld wieder ausbezahlt bekommen können, muß ein Anteil des Geldes schnell auslösbar sein. Deshalb sollte nicht das gesamte Geld der Allkoop in langfristige Güter umgesetzt werden. Sollte es einmal so weit kommen, daß zu viele Menschen gleichzeitig ihr Geld aus der Kooperative zurückziehen wollen, müssen die Güter wie herkömmliche auch, gekauft und über Kredite abbezahlt, oder verkauft werden. Im Falle starker wirtschaftlicher Umbrüche kann nicht gewährleistet werden, daß alle Gelder kurzfristig verflüssigt werden können. Die Chance, später als gewünscht, aber überhaupt Auszahlungen machen zu können sind aber höher wie bei einem Sparkonto oder bei anderen Anlageformen, weil diesem Geld materielle Gegenwerte gegenüber stehen.
Menschen, die mehr Geld haben als sie brauchen, können über dieses Konstrukt sicherstellen, daß ihr eingebrachtes Geld von anderen genutzt werden kann, ohne daß es verbraucht wird